TinnitusAm Anfang des Tinnitus steht ein Ohrgeräusch, dessen mögliche Ursache bis heute nicht vollständig geklärt ist.

Neben Schädigungen des Innenohrs (z.B. Altersschwerhörigkeit, Hörsturz, Knalltrauma) können viele weitere Erkrankungen der Auslöser sein.

Man spricht von einem chronischen Tinnitus, wenn ein neu aufgetretener Tinnitus länger als drei Monate anhält.

Tritt ein Tinnitus erstmals bei Ihnen auf, insbesondere wenn er mit einem Hörsturz einhergeht, sollten Sie dies schnellst möglich von einem Arzt fachkundig abklären lassen. Das rechtzeitige Einleiten einer akuten Therapie kann die Entstehung eines chronischen Tinnitus verhindern.

Beim Tinnitus scheint es sich, zumindest teilweise, um eine Art Wahrnehmungsstörung bzw. Überinterpretation im Gehirn zu handeln.

Er entsteht, wenn sich die Wahrnehmung eines an sich leisen Ohrgeräusches „hochschaukelt“, die Konzentration immer stärker dem Geräusch gilt und das Geräusch deshalb als immer lauter empfunden wird.

Dieser Teufelskreis soll anhand einer speziellen Gewöhnungs-Therapie durchbrochen werde, d.h. der Tinnitus soll nicht mehr das Bewusstsein dominieren.

Viele Therapieansätze (z.B. Tinnitus-Retraining-Therapie TRT) basieren daher auf die Verstärkung anderer Schalleindrücke, um vom Tinnitus abzulenken. Dies wird Mithilfe spezieller Tinnitus-Geräte (z.B. Noiser, Klanggeneratoren) oder individuellen Hörgeräten durchgeführt.

80% aller Tinnitus-Betroffenen haben einen begleitenden Hörverlust, häufig ohne es zu wissen, und profitieren so von einer guten Hörgeräteversorgung.

Momentan gibt es kein Allheilmittel gegen Tinnitus, aber die meisten Tinnitus-Therapien können die Beschwerden deutlich lindern und den durch den Tinnitus verursachten Leidensdruck senken.